Das Netflix-Publikum hat sein Urteil zu Unabomber gefällt und es ist eindeutig

Letzte Woche ging mit Unabomber von Regisseur Janus Metz (Der Anruf) das jüngste Biopic über den Paketbombenterroristen Ted Kaczynski bei Netflix online. Mich als Moviepilot-Redakteur konnte der True-Crime-Thriller mit Russell Crowe überhaupt nicht überzeugen, wie ihr in meinem Film-Check nachlesen könnt. Mit dieser Meinung bin ich aber offenbar nicht allein, denn mittlerweile haben sich nicht nur internationale Kolleg:innen mit eigenen Reviews zu Wort gemeldet, sondern auch Mitglieder der Moviepilot-Leserschaft.
Netflix-Thriller Unabomber fällt beim Publikum durch
Nachdem wir euch auf Facebook fragten, was ihr denn von der Netflix-Eigenproduktion Unabomber haltet, die natürlich längst die Film-Charts des Streamers erobert hat, hieltet ihr euch nicht zurück mit euren Meinungen, und das Stimmungsbild ist eindeutig. Überwiegend negativ fallen eure Kommentare aus, in denen man unter anderem Urteile wie "Langweilig", "Kaum Spannung" oder "Hätte man mehr draus machen können" lesen kann.
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Auch muss sich der Unabomber-Film von Netflix in euren Kommentaren mehrfach den Vergleich mit der Serie Manhunt gefallen lassen, die dem Fall bereits 2017 eine ganze Staffel widmete und von euch als die bessere Alternative gehandelt wird. Das spiegelt sich auch ganz eindeutig in den Community-Bewertungen auf Moviepilot wider, wo Unabomber lediglich auf eine 5,8 kommt, während Manhunt mit einer viel besseren 7,9 von 10 überlegen ist.
Vereinzelt meldeten sich aber auch einige von euch, die Unabomber gar nicht so schlecht oder sogar gut fanden. Da wurde dann die psychologische Herangehensweise gelobt oder die Tatsache, dass es "mal kein Actionfilm" sei.
Was den negativen Konsens angeht, ist sich übrigens auch die Presse relativ einig.
Das sagt die Kritik zu Unabomber
Unsere negative Filmkritik kennt ihr ja nun schon. Beim Review-Aggregator Rotten Tomatoes , wo bisher 32 Kritiken relevanter Portale geloggt wurden, kommt Unabomber auch nur auf eher miese 19 Prozent. Beim Publikums-Score schneidet der Netflix-Film immerhin etwas besser ab: mit 43 Prozent wohlwollender Zustimmung.
Folgendes liest man in der Filmkritik vom Hollywood Reporter : "Beim Ansehen von Unabomber sehnt man sich nach einer klügeren, anspruchsvolleren und tiefergehenden Version dieses gleichen Duos. Ein besserer Film darüber, was Ted Kaczynski radikalisiert haben könnte und zugleich schildert, wie er schließlich gefasst wurde, könnte aufrüttelnd und aufschlussreich sein und das öffentliche Bild Kaczynskis als bloßem, wahnsinnigem Außenseiter differenzieren. Doch dieser Film liefert nur die denkbar simpelste und offensichtlichste Variante davon [...]."
Ähnlich harsch liest sich die Kritik von Variety , wo man abschließend folgendermaßen urteilt: "Aus Unabomber lässt sich kaum ein tieferes Verständnis gewinnen, und auch die fiktionalisierte Neuaufbereitung des Falls erzeugt kaum Spannung – lediglich den sensationslüsternen Reiz dessen, was wir ohnehin schon wissen."
Kaum Spannung? Das deckt sich exakt mit den Einschätzungen unserer Community.
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